Vorteile einer Dachbegrünung auf dem Holzhäuschen
Ein Gartenhaus mit blühender Pflanzenpracht auf dem Dach muss kein Traum bleiben! Die niedrigeren Höhen und kleineren Flächen machen diese Strukturen perfekt für eigene Gestaltungsideen.
Sie können Ihr Gartenhausdach sogar selbst in ein grünes Paradies verwandeln. Diese Lösung verbindet praktischen Nutzen mit ökologischem Bewusstsein.
Ein begrüntes Dach schafft neuen Lebensraum für Insekten und verbessert das lokale Mikroklima. Es speichert Regenwasser natürlich und reduziert Oberflächenabfluss.
Zusätzlich steigert die Begrünung den ästhetischen Wert Ihrer Gartenoase. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen alle Schritte für eine erfolgreiche Umsetzung.
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselerkenntnisse
- Gartenhäuser eignen sich ideal für eigene Dachbegrünungsprojekte
- Die Begrünung schafft wertvollen Lebensraum für die Natur
- Gründächer verbessern das Mikroklima rund um das Häuschen
- Natürliche Wasserspeicherung reduziert Oberflächenabfluss
- Die ästhetische Aufwertung steigert den Freizeitwert im Garten
- DIY-Umsetzung ist bei kleineren Dächern gut machbar
- Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit stehen im Vordergrund
Einführung in die Dachbegrünung für Gartenhäuser
Die Umsetzung einer Vegetationsdecke auf Ihrem Gartenhaus bietet mehr als nur optische Reize. Diese nachhaltige Lösung verwandelt Ihre Gartenlaube in einen lebendigen ökologischen Raum.
Bepflanzte Obereindeckungen schützen die Konstruktion vor Witterungseinflüssen. Gleichzeitig verbessern sie das Mikroklima in Ihrem Garten.
Warum sich die Begrünung für Ihr Holzhäuschen lohnt
Eine begrünte Oberseite wirkt wie eine natürliche Schutzschicht. Sie schirmt die darunterliegende Konstruktion vor UV-Strahlung, Frost und Hagelschlag ab.
Im Sommer kühlt die Vegetation das Innere angenehm herunter. Im Winter wirkt sie als zusätzliche Isolierschicht gegen Kälte.
Diese thermische Regulierung spart Heizkosten und schont Ihren Geldbeutel. Die Lebensdauer der gesamten Konstruktion verlängert sich spürbar.
„Grüne Dächer sind lebendige Ökosysteme, die Mensch und Natur gleichermaßen nutzen.“
Ökologisch betrachtet binden die Pflanzen CO₂ und produzieren Sauerstoff. Sie bieten Insekten und Kleintieren wertvollen Lebensraum.
Grundlegende Überlegungen vor der Umsetzung
Bevor Sie starten, prüfen Sie unbedingt die Statik Ihres Gartenhauses. Jede Konstruktion hat eine maximale Traglast pro Quadratmeter.
Berücksichtigen Sie das Gewicht von Substrat, Pflanzen und gespeichertem Wasser. Besonders im Winter addiert sich Schneelast zu diesem Gewicht.
Die Neigung der Fläche bestimmt die Wahl der Bepflanzung. Flachere Dächer eignen sich besser für verschiedene Pflanzenarten.
Ein funktionierendes Entwässerungssystem verhindert Staunässe. Die Abdichtung muss absolut wasserdicht und wurzelfest sein.
Extensive Begrünungen sind pflegeleichter und leichter. Intensive Varianten benötigen mehr Aufwand bei der Installation und Pflege.
Planen Sie ausreichend Zeit und Budget für Material und Arbeitsaufwand ein. Professionelle Beratung gibt Sicherheit bei der Umsetzung.
Die zahlreichen Vorteile einer Dachbegrünung auf dem Holzhäuschen
Ihr Gartenhausdach kann mehr als nur Regen abhalten – es wird zum lebendigen Ökosystem. Diese grüne Lösung bietet Ihnen praktischen Nutzen und ökologischen Mehrwert zugleich.
Schutzfunktion für Ihr Dach
Die Vegetationsschicht wirkt wie ein natürlicher Schild für Ihre Konstruktion. Sie schützt vor UV-Strahlung, extremen Temperaturen und mechanischen Beschädigungen.
Regen, Hagel und Sturm richten weniger Schäden an der Dachhaut an. Die Lebensdauer Ihrer Konstruktion verlängert sich deutlich.

Natürliche Wärmedämmung und Energieeinsparung
Im Sommer kühlt die Begrünung das Innere um bis zu 5 Grad herunter. Im Winter reduziert sie Wärmeverluste durch zusätzliche Isolierung.
Diese thermische Regulierung spart Heizkosten und Energie. Sie können bis zu 15% Ihrer Energiekosten einsparen.
Die natürliche Klimaanlage macht Ihr Häuschen ganzjährig nutzbar. Selbst an heißen Tagen bleibt es angenehm kühl.
Ökologische Vorteile für Umwelt und Klima
Die Pflanzen binden CO₂ und produzieren Sauerstoff für saubere Luft. Pro Quadratmeter werden jährlich etwa 5 kg CO₂ gebunden.
Das System speichert bis zu 90% des Regenwassers und reduziert Oberflächenabfluss. Die Wasserrückhaltung entlastet die Kanalisation.
Für Insekten und Kleintiere entsteht wertvoller Lebensraum. Bienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge finden Nahrung und Schutz.
„Gründächer sind multifunktionale Ökosysteme, die Biodiversität fördern und das Stadtklima verbessern.“
Verbesserung des Mikroklimas und Luftqualität
Die Begrünung filtert Staub und Schadstoffe aus der Luft. Feinstaubpartikel werden von den Pflanzen aufgenommen.
Die Verdunstungskühlung verbessert das lokale Mikroklima spürbar. Hitzeinseln werden reduziert und die Luftfeuchtigkeit reguliert.
Ihre unmittelbare Umgebung profitiert von besserer Luftqualität. Pollen und Schadstoffe werden natürlich gefiltert.
Langfristig sparen Sie Instandhaltungskosten für Ihre Dachkonstruktion. Die natürliche Schutzschicht minimiert Reparaturbedarf.
Extensive vs. intensive Dachbegrünung: Die richtige Wahl für Ihr Gartenhaus
Die Entscheidung für die passende Begrünungsart bestimmt den Erfolg Ihres Projekts. Zwei Systeme stehen zur Auswahl: extensive und intensive Vegetationsdecken.
Für Gartenhäuser empfiehlt sich meist die leichtere Variante. Sie bringt viele Vorteile bei minimalem Pflegeaufwand.

Merkmale der extensiven Dachbegrünung
Extensive Systeme arbeiten mit dünnen Substratschichten von 6-12 cm. Das Gewicht bleibt mit 80-170 kg/m² überschaubar.
Diese Lösung ist besonders pflegeleicht und robust. Trockenheitsresistente Pflanzen gedeihen hier optimal.
Typische Bepflanzung umfasst:
- Sedum-Arten (Fetthennen)
- Hauswurz (Sempervivum)
- Kräuter wie Thymian
- Robuste Gräser
Die Vegetation entwickelt sich natürlich und benötigt wenig Wasser. Nur gelegentliches Kontrollieren genügt.
Warum intensive Begrünung für Gartenhäuser ungeeignet ist
Intensive Systeme erfordern Substrathöhen bis zu 1 Meter. Das Gewicht steigt auf 150-500 kg/m² an.
Für normale Gartenhäuser ist diese Last zu hoch. Statische Probleme sind vorprogrammiert.
Weitere Nachteile:
- Hoher Pflegeaufwand wie bei normalen Gärten
- Regelmäßige Bewässerung notwendig
- Teure Installation und Instandhaltung
- Für DIY-Projekte kaum geeignet
Extensive Dächer entwickeln sich über Jahre zu stabilen Ökosystemen. Sie sind wirtschaftlicher und praktischer.
Für Ihr Projekt wählen Sie besser die extensive Variante. Sie bringt ökologischen Nutzen ohne großen Aufwand.
Die Dachneigung: Entscheidender Faktor für die Begrünung
Die Neigung Ihres Gartenhausdachs bestimmt maßgeblich die Umsetzbarkeit einer Begrünung. Dieser Winkel beeinflusst sowohl die Pflanzenauswahl als auch die notwendigen Sicherungsmaßnahmen.
Physikalisch gesehen verändert die Schräge das Verhalten von Wasser und Substrat. Bei steileren Winkeln wirken stärkere Scherkräfte auf die Vegetationsschicht.
Ideale Neigungswinkel für einfache Umsetzung
Flachdächer mit 2-3° Neigung bieten perfekte Bedingungen. Hier bleibt Regenwasser natürlich stehen und versorgt die Pflanzen.
Pultdächer bis 9° Neigung sind ebenfalls optimal. Das Wasser fließt langsam ab ohne Erosion zu verursachen.

Für diese Winkel gelten einfache Regeln der Umsetzung. Standard-Systeme mit leichter Schicht arbeiten zuverlässig.
Die Entwässerung erfolgt natürlich ohne zusätzliche Technik. Das Gewicht verteilt sich gleichmäßig auf der Fläche.
Besonderheiten bei stärker geneigten Dächern
Ab 10° Neigung werden spezielle Konstruktionen notwendig. Rutschsicherungen halten das Substrat an Ort und Stelle.
Bei Dächern über 15° kommen Sicherungssysteme zum Einsatz. Gitter und Raster verhindern das Abrutschen der Vegetation.
„Jedes Grad Neigung verändert die statischen Anforderungen an die Begrünung.“
Für die Wasserhaltung sind bei Steildächern besondere Schichten erforderlich. Spezielle Drainagematten leiten überschüssiges Wasser kontrolliert ab.
Die Gewichtsverteilung muss genau berechnet werden. Schwerpunktverlagerungen können sonst Probleme verursachen.
Für langfristige Stabilität brauchen geneigte Dachneigungen professionelle Planung. Erfahrene Fachleute garantieren dauerhaften Schutz.
Bis 45° Neigung sind Begrünungen mit Spezialsystemen möglich. Diese erfordern jedoch erhöhten Installationsaufwand.
Tragkraft des Daches: Statische Voraussetzungen prüfen
Die Tragfähigkeit Ihres Daches entscheidet über Erfolg oder Misserfolg des Begrünungsprojekts. Jede Konstruktion hat spezifische Grenzwerte für zulässige Belastungen.
Überschreitungen können zu ernsthaften Schäden führen. Eine professionelle Planung verhindert solche Probleme von Anfang an.
Gewichtsbelastung pro Quadratmeter berechnen
Das Gesamtgewicht setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Substrat, Pflanzen und gespeichertes Wasser addieren sich.
Für verschiedene Systeme gelten typische Wertebereiche:
| Begrünungstyp | Gewichtsbereich | Substrathöhe |
|---|---|---|
| Leichtbegrünung | 30-50 kg/m² | 3-6 cm |
| Extensive Begrünung | 80-170 kg/m² | 6-12 cm |
Diese Werte bilden die Basis für Ihre Berechnungen. Berücksichtigen Sie immer den schlechtesten Fall.
Zusätzliche Lasten durch Wasser und Schnee berücksichtigen
Nasses Substrat wiegt deutlich mehr als trockenes Material. Regen kann das Gewicht kurzfristig verdoppeln.
Schneelasten variieren regional stark. In Bayern gelten andere Werte als in Norddeutschland.
„Statische Reserven für extreme Wetterereignisse einplanen – Sicherheit geht vor Optik.“
Für genaue Berechnungen nutzen Sie amtliche Schneelastkarten. Diese zeigen die maximalen Werte für Ihre Region.
Statische Überprüfung und professionelle Beratung
Eine fachgerechte Überprüfung dauert typically 3-4 Wochen. Deutsche Normen garantieren höchste Sicherheitsstandards.
Professionelle Statiker prüfen:
- Maximale Traglast der vorhandenen Konstruktion
- Zustand der tragenden Elemente
- Verankerungen und Verbindungen
- Langzeitstabilität unter Dauerlast
Investitionen in eine solche Planung sparen später Reparaturkosten. Sie vermeiden kostspielige Schäden an Ihrer gesamten Konstruktion.
Falsche Berechnungen gefährden nicht nur Ihr Projekt. Sie können die gesamte Stabilität des Gartenhauses beeinträchtigen.
Der fachgerechte Schichtaufbau für Ihr Gründach
Ein durchdachter Aufbau gewährleistet die Langlebigkeit Ihrer Vegetationsdecke. Jede Schicht erfüllt spezifische Funktionen im Gesamtsystem.
Der richtige Schichtaufbau schützt Ihre Konstruktion und fördert gesundes Pflanzenwachstum. Professionelle Materialien garantieren dauerhafte Ergebnisse.

Schutzvlies und Wurzelfolie: Basis für langfristigen Schutz
Das Schutzvlies bildet die erste Barriere gegen mechanische Beschädigungen. Es schützt die Dachabdichtung vor scharfen Kanten und Steinen.
Hochwertige Vliese bestehen aus reißfestem Polyester. Sie sind wasserdurchlässig und verrotten nicht.
Bei bedenklicher Dachhaut installieren Sie zusätzliche Wurzelfolie. Spezielle Kunststoffbahnen verhindern das Eindringen von Wurzeln.
Beide Schichten verlegen Sie überlappend ohne Falten. Mindestüberlappung beträgt 10 cm an den Nähten.
Drainageschicht: Vorbeugung gegen Staunässe
Die Drainageschicht leitet überschüssiges Wasser kontrolliert ab. Sie verhindert Staunässe und Wurzelfäule.
Bewährte Materialien für diese Funktion:
- Blähton-Granulat (leicht und speicherfähig)
- Kunststoff-Drainagematten (einfache Verlegung)
- Natürlicher Kies (kostengünstige Lösung)
Die Dicke variiert zwischen 4-8 cm je nach Neigung. Steilere Dächer benötigen höhere Schichten.
Eine funktionierende Entwässerung ist lebenswichtig für Ihre Pflanzen. Sie reguliert den Feuchtigkeitshaushalt optimal.
Substratschicht: Die richtige Erde für Dachpflanzen
Spezielles Substrat unterscheidet sich deutlich von Gartenerde. Es ist durchlässig, nährstoffarm und mineralisch-organisch.
Ideal sind Mischungen aus:
- Lava-Granulat (40-60%)
- Bimsstein (20-30%)
- Organischem Anteil (maximal 10-15%)
Die Höhe beträgt bei extensiver Begrünung 6-12 cm. Pro Quadratmeter benötigen Sie etwa 60-120 Liter Substrat.
„Das richtige Substrat entscheidet über Erfolg oder Misserfolg jeder Dachbegrünung.“
Humusarme Mischungen verhindern übermäßiges Wachstum. Sie reduzieren den Pflegeaufwand erheblich.
Filtervlies und Abschlussarbeiten
Ein Filtervlies trennt Substrat und Drainage-Schicht. Es verhindert das Einschwemmen von Feinteilen.
Das Vlies muss wasserdurchlässig und verrottungsfest sein. UV-beständige Varianten bieten längere Haltbarkeit.
Abschließend bringen Sie die Bepflanzung auf. Sedum-Sprossen oder vorkultivierte Matten eignen sich bestens.
Komplettsysteme vereinfachen die Installation erheblich. All-in-one-Lösungen enthalten alle notwendigen Schichten.
Für dauerhaften Erfolg wählen Sie Qualitäts-Materialien. Gute Produkte halten 20-30 Jahre ohne Probleme.
Schritt-für-Schritt Anleitung: Dachbegrünung selbst umsetzen
Die praktische Umsetzung Ihrer Dachbegrünung folgt einem klaren Bauplan mit genau definierten Arbeitsschritten. Systematisches Vorgehen garantiert professionelle Ergebnisse auch bei DIY-Projekten.
Jeder Arbeitsschritt baut auf dem vorherigen auf. Gute Planung vermeidet Fehler und spart Zeit.
Vorbereitung und Materialbeschaffung
Beginnen Sie mit einer detaillierten Planung aller benötigten Materialien. Messen Sie Ihre Dachfläche genau aus.
Erstellen Sie eine Einkaufsliste mit allen Komponenten:
- Schutzvlies und Wurzelfolie
- Drainagematerial wie Kies oder Blähton
- Spezielles Substrat für Dachbegrünungen
- Filtervlies zur Trennung der Schichten
- Pflanzen oder Saatgut
Bestellen Sie Materialien mit 10% Reserve für Verschnitt. Qualitätsprodukte garantieren langfristigen Erfolg.
Dachreinigung und erste Schutzschichten
Reinigen Sie die Dachfläche gründlich von Schmutz und Laub. Entfernen Sie alle Unebenheiten und scharfen Kanten.
Verlegen Sie das Schutzvlies faltenfrei und mit 10 cm Überlappung. Bei Bedarf folgt wurzelfeste Folie.
Alle Bahnen werden lückenlos verlegt. Kanten werden sorgfältig gesichert.
Fachgerechte Verlegung der Drainage
Die Drainageschicht ist entscheidend für gesunde Pflanzen. Sie verhindert Staunässe und Wurzelfäule.
Verteilen Sie Kies oder Drainagematten gleichmäßig. Die Schichtdicke beträgt 4-8 cm.

Bei geneigten Dächern installieren Sie zusätzliche Halterungen. Diese sichern die Drainage gegen Rutschen.
Kontrollieren Sie den Wasserablauf an allen Stellen. Verstopfungen müssen vermieden werden.
Substrataufbringung und Bepflanzung
Bringen Sie das spezielle Substrat gleichmäßig auf. Die Höhe sollte 6-12 cm betragen.
Verwenden Sie eine Richtlatte für gleichmäßige Verteilung. Leicht andrücken aber nicht verdichten.
Für die Bepflanzung stehen verschiedene Methoden zur Wahl:
- Sedum-Sprossen gleichmäßig ausstreuen
- Vorkultivierte Vegetationsmatten verlegen
- Jungpflanzen in regelmäßigen Abständen setzen
Nach der Bepflanzung gründlich angiessen. In den ersten Wochen regelmäßig bewässern.
Die Anwachsphase dauert 4-6 Wochen. Danach ist kaum noch Pflege nötig.
Extensive Begrünungen entwickeln sich selbsttragend. Nur gelegentliche Kontrolle genügt.
„Dachbegrünungen sind lebendige Systeme, die mit der Zeit immer schöner werden.“
Der komplette Schichtaufbau garantiert dauerhaften Erfolg. Qualitätsarbeit belohnt Sie mit多年 Freude.
Die ideale Bepflanzung für extensive Dachbegrünung
Die richtige Pflanzenauswahl entscheidet über den langfristigen Erfolg Ihres Gründachs. Extensive Systeme benötigen spezielle Gewächse, die mit extremen Bedingungen zurechtkommen.
Diese Pflanzen müssen hitzebeständig, trockenheitsresistent und pflegeleicht sein. Sie bilden stabile Pflanzengemeinschaften, die sich selbst erhalten.
Sedum-Arten: Robuste Sukkulenten fürs Dach
Sedum-Gewächse sind die absoluten Spezialisten für Dachflächen. Über 420 verschiedene Arten stehen zur Auswahl.
Diese Sukkulenten speichern Wasser in ihren Blättern. Sie überstehen lange Trockenperioden problemlos.
Beliebte Sorten für Ihre Bepflanzung:
- Sedum album (Weiße Fetthenne)
- Sedum reflexum (Felsen-Fetthenne)
- Sedum spurium (Kaukasus-Fetthenne)
- Sedum acre (Scharfer Mauerpfeffer)
Die Blütezeiten variieren von Mai bis September. So haben Insekten immer Nahrungsquellen verfügbar.
Hauswurz: Dekorative und anspruchslose Pflanzen
Hauswurz (Sempervivum) bezaubert durch ihre Rosettenformen. Über 60 Arten mit 5000 Sorten bieten enorme Vielfalt.
Diese winterharten Pflanzen benötigen kaum Pflege. Sie vermehren sich selbst durch Tochterrosetten.
Ihre Blattfärbungen reichen von Grün bis Rot-Violett. Jede Hauswurz-Art bringt besondere Akzente auf Ihr Dach.
Kräuter und Gräser für artenreiche Vielfalt
Sand-Thymian und andere Kräuter ergänzen die Bepflanzung ideal. Sie duften aromatisch und blühen üppig.
Robuste Gräser wie Schwingel-Arten bringen Bewegung ins Spiel. Ihre Halme wiegen sich sanft im Wind.
Steinbrech-Arten (Saxifraga) gedeihen ebenfalls hervorragend. Sie bilden dichte Polster mit zarten Blüten.
Pflegeleichte Mischungen für dauerhaften Erfolg
Spezielle Dachgrün-Mischungen kombinieren verschiedene Arten intelligent. Sie garantieren ganzjährige Attraktivität.
Die Substratschicht sollte mindestens 6-8 cm hoch sein. So finden alle Pflanzen genug Halt.
| Pflanzentyp | Empfohlene Substrathöhe | Besondere Eigenschaften | Blütezeit |
|---|---|---|---|
| Sedum-Arten | 6-10 cm | Extrem trockenheitsresistent | Mai-September |
| Hauswurz | 5-8 cm | Immergrün, winterhart | Juni-August |
| Sand-Thymian | 6-8 cm | Aromatischer Duft | Juni-September |
| Schwingel-Gräser | 7-9 cm | Bewegung im Wind | Juli-August |
Fachhändler bieten komplette Bepflanzungs-Sets an. Diese enthalten optimal abgestimmte Kräuter, Gräser und Sukkulenten.
Mit der Zeit entwickelt sich eine stabile Pflanzengemeinschaft. Natürliche Ausbreitung sorgt für dauerhafte Deckung.
„Dachbegrünungen mit standortangepassten Pflanzen entwickeln sich zu lebendigen Kunstwerken der Natur.“
Die richtige Substrat-Pflanzen-Kombination minimiert Pflegeaufwand. Nur gelegentliches Kontrollieren genügt.
Spezialisierte Anbieter beraten Sie bei der Auswahl. Regionale Bezugsquellen finden Sie online oder im Fachhandel.
Fazit: Nachhaltige Investition in Ihr grünes Paradies
Ihre Entscheidung für eine begrünte Oberseite zahlt sich mehrfach aus. Die anfänglichen Mehrkosten von etwa 40 € pro Quadratmeter amortisieren sich schnell.
Sie sparen langfristig Heizkosten und verlängern die Lebensdauer Ihrer Konstruktion. Die Pflege bleibt minimal bei maximalem ökologischem Nutzen.
Förderprogramme unterstützen Ihr Vorhaben finanziell. Viele Kommunen bezuschussen nachhaltige Dächer.
Ihr Beitrag zur Natur schafft wertvollen Lebensraum für Insekten. Die Speicherung von Regenwasser entlastet die Umwelt.
Die optische Aufwertung macht Ihr Grundstück zum Blickfang. Gartenhäuser mit grüner Haube werden zum Mittelpunkt jeder Anlage.
Startet noch heute Ihr persönliches Projekt! Professionelle Beratung hilft bei der Umsetzung.
FAQ
Welche Pflanzen eignen sich am besten für ein Gründach auf meinem Gartenhaus?
Für extensive Dachbegrünung sind Sedum-Arten, Hauswurz und bestimmte Kräuter ideal. Diese Sukkulenten und Gräser sind robust, pflegeleicht und benötigen wenig Wasser. Sie vertragen Sonne, Wind und Frost ausgezeichnet.
Wie berechne ich, ob mein Dach die zusätzliche Last trägt?
Sie müssen das Gesamtgewicht pro Quadratmeter berechnen. Berücksichtigen Sie nasses Substrat, Pflanzen und eventuelle Schneelasten. Bei Holzhäuschen empfehlen wir eine professionelle statische Überprüfung, um Schäden zu vermeiden.
Welche Vorteile bietet eine extensive Dachbegrünung konkret?
Sie erhalten verbesserten Schutz vor Witterung, natürliche Wärmedämmung und reduzierte Heizkosten. Zusätzlich schaffen Sie Lebensraum für Insekten, verbessern die Luftqualität und managen Regenwasser effektiver.
Kann ich die Dachbegrünung selbst umsetzen?
Ja, mit entsprechender Planung und Sorgfalt ist die Umsetzung möglich. Achten Sie auf den korrekten Schichtaufbau mit Schutzvlies, Drainage, Filtervlies und speziellem Substrat. Folgen Sie einer detaillierten Anleitung für beste Ergebnisse.
Welche Dachneigung ist für die Begrünung optimal?
Leicht geneigte Dächer zwischen 5° und 15° eignen sich perfekt. Bei stärkerer Neigung benötigen Sie eventuell zusätzliche Sicherungsmaßnahmen gegen Abrutschen des Substrats und der Pflanzen.
Wie pflege ich mein begrüntes Dach?
Extensive Begrünung ist sehr pflegearm. Ein bis zwei Kontrollgänge pro Jahr genügen meist. Entfernen Sie gelegentlich Unkraut und kontrollieren Sie die Entwässerung. Düngen ist selten notwendig.

