Gartenkalender: Monatliche Tipps von Januar bis Dezember
Ein gut geplanter Garten bringt das ganze Jahr über Freude. Mit einer monatlichen Übersicht behalten Sie alle wichtigen Aufgaben im Blick. Egal, ob Sie Anfänger oder erfahrener Gärtner sind – der richtige Zeitpunkt macht den Unterschied.
Jede Jahreszeit hat ihre Besonderheiten. Im Frühling geht es um Aussaat und Pflege, im Sommer um Bewässerung und Ernte. Herbst und Winter erfordern Frostschutz und Vorbereitungen für das nächste Jahr. So bleibt Ihr Garten stets in Topform.
Ob Zierpflanzen, Obst oder Gemüse – unser praxisnaher Leitfaden hilft Ihnen, nichts zu verpassen. Mit diesen Empfehlungen nutzen Sie die Naturzyklen optimal und erzielen beste Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselerkenntnisse
- Planung nach Monaten vereinfacht die Gartenarbeit
- Saisonale Aufgaben wie Aussaat und Ernte im Blick behalten
- Frostschutz und Vorbereitungen für jede Jahreszeit
- Optimale Pflege für Ziergärten und Nutzpflanzen
- Expertenwissen für bessere Ergebnisse nutzen
Einleitung: Warum ein Gartenkalender unverzichtbar ist
Die Natur folgt einem Rhythmus – Ihr Garten sollte es auch. Pflanzen entwickeln sich in festen Zyklen, die richtige Zeit entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Ein Kalender hilft, diese Phasen optimal zu nutzen.
- Pflanzenverluste durch falsche Aussaat- oder Schnitttermine
- Geringere Erträge bei Obst und Gemüse
- Schädlingsbefall durch versäumte Vorbeugung
„Für viele Arbeiten im Garten gibt es den richtigen Zeitpunkt.“
Wissenschaftliche Studien zeigen: Pflanzen reagieren sensibel auf Jahreszeiten. Ihre Physiologie passt sich Temperatur und Licht an. Wer diese Signale ignoriert, behindert ihr Wachstum.
Erfahrungsberichte von Hobbygärtnern bestätigen: Mit System sparen Sie bis zu 30% Arbeitszeit. Gleichzeitig steigt die Qualität der Ernte. Ein Beispiel: Tomaten, die zu früh gepflanzt werden, entwickeln schwache Wurzeln.
Gartenkalender: Tipps von Januar bis Dezember
Deutschlands Klima erfordert angepasste Strategien für blühende Gärten. Ein strukturierter Überblick hilft, monatliche Aufgaben wie Aussaat oder Schnitt optimal zu timen. Experten verraten Gartentipps, die sich an regionalen Wettermustern orientieren.
Im Ziergarten stehen Rosenpflege und Staudenschnitt im Fokus. Nutzgärten benötigen dagegen mehr Aufmerksamkeit für Früchte und Gemüse. Ein Vergleich zeigt:
- Zierpflanzen: Frühling für Düngung, Herbst für Teilung
- Obstbäume: Winter für Schnitt, Sommer für Ernte
Norddeutsche Gärten brauchen längere Frostschutzphasen als südliche Regionen. Städte profitieren von milderen Mikroklimas. Passen Sie Ihre Planung an:
„Boden-Temperaturmessungen im Frühling verhindern verfrühte Aussaat.“
Eine Grundausstattung fürs Jahr umfasst:
- Robuste Schere für Gehölzschnitt
- Thermometer für Bodenchecks
- Bewässerungssystem mit Zeitschaltung
Apps wie Plantura oder Gartenzeit helfen, persönliche Termine zu setzen. Kombinieren Sie diese Tools mit lokalen Wetterprognosen für beste Ergebnisse.
Januar: Winterruhe und erste Vorbereitungen
Frostige Temperaturen bedeuten nicht, dass die Gartenarbeit ruht. Der Januar ist ideal, um Gehölze zu schneiden und empfindliche Pflanzen vor Kälte zu schützen. Nutzen Sie frostfreie Tage für wichtige Aufgaben.
Pflege im Ziergarten
Immergrüne Sträucher wie Buchsbaum brauchen jetzt Aufmerksamkeit. Entfernen Sie Schneelast, um Astbruch zu vermeiden. Stauden mit Reisig abdecken – das schützt vor Frost.
Planen Sie schon jetzt die Frühlingsbepflanzung. Kaltkeimer wie Eisenhut können direkt ins Beet gesät werden. Tipp: Markieren Sie die Stellen mit kleinen Stäben.
Obst- und Gemüsegarten
Obstbäume profitieren vom Winterschnitt. Achten Sie auf glatte Schnittkanten und entfernen Sie kranke Äste. Flechten an der Rinde sind harmlos, aber ein Zeichen für saubere Luft.
Wintergemüse wie Grünkohl kann geerntet werden. Für Paprika und Auberginen lohnt sich die Anzuchtplanung: Bereiten Sie Saatschalen und Substrat vor.
„Der Januar ist die beste Zeit, um Bäume zu verjüngen – sie bluten jetzt kaum.“
Februar: Der Frühling kündigt sich an
Der Februar bringt erste Vorboten des Frühlings – jetzt heißt es aktiv werden. Die Natur erwacht langsam, und frostfreie Tage eignen sich perfekt für wichtige Arbeiten. Wer jetzt plant, profitiert später von üppigem Wachstum.
Pflegearbeiten für Sträucher und Gehölze
Frühblühende Sträucher wie Forsythien benötigen jetzt einen Rückschnitt. Warten Sie jedoch, bis keine starken Fröste mehr drohen. So vermeiden Sie Frostschäden an frischen Schnittstellen.
Bei Obstgehölzen lohnt sich der Winterschnitt besonders. Entfernen Sie alte Äste, um Licht ins Kroneninnere zu lassen. Eine Übersicht hilft:
| Pflanzenart | Optimale Schnittzeit | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Apfelbäume | Februar bis März | Nur bei Temperaturen über -5°C |
| Beerensträucher | Februar | Steckholzvermehrung möglich |
Aussaatvorbereitungen treffen
Nutzen Sie die Zeit im Februar, um Saatgut zu sortieren. Keimproben zeigen, welche Sorten noch keimfähig sind. Einfacher Test: Legen Sie Samen auf feuchtes Küchenpapier und beobachten Sie sie 3 Tage.
Für Frühbeete eignet sich lockeres Substrat mit Sandanteil. Mischen Sie Kompost unter – eine Nährstoffanalyse verrät, ob er ausgereift ist. Werkzeuge wie Schaufeln und Scheren sollten jetzt gewartet werden.
„Die Mischung aus Kompost und Sand fördert die Wurzelbildung bei Jungpflanzen.“
März: Start in die Gartensaison
Mit dem März beginnt die aktive Phase im Garten – die Natur erwacht. Jetzt heißt es, Beete vorzubereiten und Pflanzen gezielt zu pflegen. Nutzen Sie die milderen Temperaturen, um Ihren Garten fit für das Jahr zu machen.
Ziergarten: Frühlingsblüher pflegen
Narzissen und Tulpen benötigen jetzt Dünger. Entfernen Sie verblühte Blüten, um die Energie der Zwiebeln zu schonen. Astern können geteilt werden – das fördert die Blühfreudigkeit.
Schnecken bekämpfen Sie am besten mit Barrieren aus Sägemehl oder Kupferband. Eine Übersicht hilft bei der Planung:
| Pflanze | Pflegemaßnahme | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Tulpen | Düngung mit Kalium | Verblühtes abschneiden |
| Astern | Teilung im März | Boden mit Sand auflockern |
Obst- und Gemüsegarten: Erste Aussaat
Hochbeete profitieren von Gründüngung wie Senf. Das lockert den Boden und reichert Nährstoffe an. Mulch schützt vor Unkraut und hält die Feuchtigkeit.
Für Mischkulturen eignen sich:
- Karotten mit Zwiebeln (gegen Schädlinge)
- Radieschen als Markierungssaat
„Sand im Boden verbessert die Drainage – ideal für junge Wurzeln.“
Pflanzenschutznetze bewahren Salate vor Vögeln. Mikroklima nutzen: Frühbeetabdeckungen aus Glas beschleunigen das Wachstum für den Sommer.
April: Volles Gartenleben
Der April verwandelt Ihren Garten in ein blühendes Paradies. Jetzt ist die ideale Zeit, um Rasen und Beete auf Vordermann zu bringen. Die Natur erwacht, und mit den richtigen Handgriffen gedeiht alles prächtig.

Rasenpflege und Düngung
Vertikutieren Sie den Rasen bei trockenem Wetter. Das entfernt Moos und fördert die Belüftung. Organischer Dünger wie Kompost gibt dem Grün Kraft.
Für Blühpflanzen eignen sich Hornspäne. Sie versorgen Pflanzen langsam mit Nährstoffen. Ein Tipp: Düngen Sie morgens, dann wirkt es besser.
Pflanzzeit für Sommerblumen
Setzen Sie jetzt Sommerblumen wie Petunien oder Begonien. Achten Sie auf ausreichend Abstand – zu dicht stehende Pflanzen behindern sich gegenseitig.
Gemüsebeete benötigen jetzt regelmäßige Bewässerung. Tropfsysteme sparen Wasser und Zeit. Blühstreifen locken Nützlinge an, die Schädlinge fernhalten.
„Rhododendren lieben sauren Boden – eine pH-Wert-Messung lohnt sich.“
Rankhilfen für Kletterpflanzen wie Clematis installieren. So wachsen sie gleich in die richtige Richtung. Der April belohnt jede Mühe mit sichtbarem Wachstum.
Mai: Blütenpracht und Wachstum
Blühende Sträucher und frisches Grün prägen jetzt das Gartenbild. Die warmen Tage lassen alles sprießen – perfekt für wichtige Arbeiten. Mit der richtigen Pflege gedeihen Pflanzen jetzt besonders gut.
Hecken schneiden und pflegen
Buchsbaum und andere Formgehölze benötigen jetzt ihren ersten Schnitt. Verwenden Sie scharfe Scheren für saubere Kanten. So vermeiden Sie gequetschte Triebe.
Besonderes Augenmerk auf Bambus: Kontrollieren Sie regelmäßig Wurzelausläufer. Rhizomsperren halten das Wachstum in Schach. Eine Übersicht hilft:
| Pflanze | Schnitttechnik | Optimaler Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Buchsbaum | Formschnitt | Mai bis September |
| Liguster | Radikalschnitt möglich | Vor Neuaustrieb |
„Bei Hecken immer von unten nach oben schneiden – so fallen die Schnittreste besser.“
Gemüsebeete anlegen
Möhren und Radieschen können jetzt direkt ins Beet. Lockern Sie den Boden tiefgründig und mischen Sie Sand unter. Das verbessert die Wurzelbildung.
Mulch schützt vor Austrocknung. Ideal sind:
- Rasenschnitt (dünn auftragen)
- Stroh für Kartoffeln
- Rindenmulch für Beerensträucher
Planen Sie die Fruchtfolge: Nach Starkzehrern wie Kohl folgen Schwachzehrer. Neemöl hilft gegen erste Schädlinge – ganz natürlich.
Juni: Hochsaison im Garten
Der Juni läutet die Hochsaison im Garten ein – jetzt wird es bunt und lebendig. Die Sonne schenkt Energie, und Pflanzen wachsen im Zeitraffer. Gleichzeitig erfordern Hitze und Schädlinge kluge Strategien.

Schädlingsbekämpfung und Bewässerung
Blattläuse lieben die Wärme. Bekämpfen Sie sie biologisch mit Marienkäfern oder Brennnesselsud. Tröpfchenbewässerung spart Wasser und versorgt Wurzeln gezielt – ideal bei Trockenheit.
Hagelschutznetze schützen Gemüse wie Tomaten. Kontrollieren Sie Nistkästen: Vogelnachwuchs hilft bei Schädlingskontrolle. Kompost umsetzen fördert Nährstoffe – jetzt ist die beste Zeit.
Sommerblumen aussäen
Zweijährige Pflanzen wie Stiefmütterchen säen Sie jetzt für herbstliche Blüte. Lockern Sie den Boden und mischen Sie Sand ein. Das verbessert die Drainage.
„Beerenobst am Morgen ernten – dann ist der Geschmack intensiver.“
Für Früchte wie Erdbeeren gilt: Regelmäßig pflücken, um Fäulnis zu vermeiden. Rankhilfen für Kletterpflanzen installieren – so wachsen sie ordentlich in die Höhe.
Juli: Erntezeit und Hitze
Juli bedeutet Ernteglück und Herausforderungen durch die Sommerhitze. Der Garten steht jetzt in voller Pracht, benötigt aber besondere Pflege. Während Obst und Gemüse reifen, verlangen hohe Temperaturen kluge Strategien.
Obst- und Gemüseernte
Äpfel und Birnen prüfen Sie auf Reife, indem Sie sie vorsichtig drehen. Lösen sie sich leicht, sind sie erntereif. Bei Obstbäumen verhindert regelmäßiges Pflücken Astbruch durch Überlast.
Tomaten ernten Sie am besten vormittags – dann ist ihr Aroma intensiv. Lagern Sie Wurzelgemüse wie Möhren in feuchtem Sand. Das hält sie frisch.
„Bei Hitze reifen Früchte schneller – tägliche Kontrolle lohnt sich.“
Ziergarten in der Sommerhitze
Gießen Sie früh morgens oder spät abends. So verdunstet weniger Wasser. Kübelpflanzen brauchen oft zweimal täglich Wasser – Tropfrandbildung zeigt Überhitzung an.
Empfindliche Blätter schützen Sie mit Schattiernetzen. Verzichten Sie auf Formschnitte, da Vögel jetzt im Geäst nisten. Stauden teilen Sie besser im Herbst.
- Bewässerungsrhythmus: Tiefgründig alle 2-3 Tage
- Notfallmaßnahme: Welke Pflanzen mit kühlem Wasser besprühen
- Sonnenschutz: Kalkbrühe für empfindliche Rinden
Genießen Sie die reiche Ernte und passen Sie die Pflege der Witterung an. So übersteht Ihr Garten die heiße Phase optimal.
August: Vorbereitung auf den Herbst
Während die Tage kürzer werden, steht der August ganz im Zeichen der Herbstvorbereitungen. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um Ihren Garten fit für die kühlere Jahreszeit zu machen. Mit diesen Gartentipps gelingt der Übergang reibungslos.

Stauden teilen und pflegen
Pfingstrosen und andere Pflanzen profitieren jetzt von einer Teilung. Graben Sie die Wurzelballen vorsichtig aus und teilen Sie sie mit einem scharfen Messer. So verjüngen Sie die Stauden und fördern die Blühkraft.
Dahlien benötigen besondere Aufmerksamkeit: Entfernen Sie verblühte Blüten, um die Bildung neuer Knospen anzuregen. Lagern Sie Blumenzwiebeln nach der Ernte kühl und trocken – so überstehen sie den Winter.
Herbstgemüse aussäen
Spinat und Feldsalat keimen jetzt ideal. Lockern Sie das Saatbett und mischen Sie Sand unter – das beugt Staunässe vor. Ein phosphorbetonter Dünger stärkt die Wurzeln für kommende Frost-Perioden.
Wintergemüse wie Grünkohl braucht eine Vorratsdüngung. Bedecken Sie den Boden mit Mulch, um Erosion zu verhindern. So bleibt der Nährstoffhaushalt im Gleichgewicht.
„Staudenteilung im August gibt den Pflanzen genug Zeit, vor dem Winter anzuwachsen.“
- Schnittblumen: Dahlien regelmäßig schneiden, um die Blütezeit zu verlängern
- Bodenabdeckung: Rindenmulch schützt vor Austrocknung
- Lagerung: Zwiebeln in Holzkisten mit Sand einschichten
September: Übergang in die kühlere Jahreszeit
Kühlere Nächte und warme Tage: Der September bietet ideale Bedingungen für letzte Gartenarbeiten. Jetzt ist die Zeit, um den Rasen zu stärken und frühlingsblühende Zwiebeln zu setzen. So starten Sie perfekt in die nächste Saison.
Rasenpflege im Herbst
Ein gesunder Rasen übersteht den Winter besser. Herbstdünger mit Kalium härtet die Gräser gegen Frost aus. Wichtig: Analysieren Sie die Zusammensetzung – zu viel Stickstoff fördert Pilzbefall.
Laub regelmäßig entfernen, aber naturnah arbeiten:
- Häcksler zerkleinern Blätter für Kompost
- Igelhäuser aus Laubhaufen bieten Wildtierschutz
- Blühwiesen-Neuanlage jetzt planen
| Dünger-Typ | Nährstofffokus | Anwendung |
|---|---|---|
| Herbstdünger | Kalium, wenig Stickstoff | September bis Oktober |
| Frühjahrsdünger | Stickstoffbetont | März bis April |
Zwiebelblumen pflanzen
Tulpen und Narzissen brauchen jetzt ihren Platz. Die Pflanztiefe entscheidet über den Erfolg:
- Große Zwiebeln: 3x so tief wie ihr Durchmesser
- Wühlmausschutz durch Drahtkörbe
- Sandige Böden mit Kompost anreichern
„Bodenlockerung vor dem Winter verhindert Staunässe und fördert Wurzelwachstum.“
Mit diesen Schritten bleibt Ihr Garten auch im Herbst voller Leben. Genießen Sie die goldenen Tage – die Natur belohnt Ihre Mühe im nächsten Frühjahr.
Oktober: Herbstliche Gartenarbeiten
Goldene Herbsttage laden zu wichtigen Gartenarbeiten ein. Der Boden ist noch warm genug für Wurzelwachstum, während kühlere Nächte die Pflanzen auf den Winter vorbereiten. Nutzen Sie diese Übergangsphase für nachhaltige Verbesserungen.

Gehölze richtig pflanzen
Obstbäume und Ziersträucher wurzeln jetzt besonders gut an. Heben Sie Pflanzgruben doppelt so breit wie den Wurzelballen aus. Eine Drainageschicht aus Kies verhindert Staunässe.
Beachten Sie beim Pflanzen:
- Veredelungsstelle bei Bäumen 5 cm über Erde halten
- Wurzelhals von Sträuchern ebenerdig setzen
- Pflanzloch mit Kompost-Sand-Gemisch auffüllen
„Stammweißung schützt Obstbäume vor Frostrissen und Sonnenbrand.“
Wintervorbereitungen im Garten
Empfindliche Pflanzen brauchen jetzt Schutz. Winterschutzvlies hält bis -5°C warm – ideal für Rosen. Kalkanstrich (3:1 Wasser-Kalk-Verhältnis) schützt Rinden vor Temperaturschwankungen.
| Maßnahme | Anwendung | Wirksamkeit |
|---|---|---|
| Rindenmulch | 10 cm Schicht um Wurzeln | Isoliert gegen Frost |
| Vliesabdeckung | Über Nacht verwenden | Schützt bis -8°C |
| Laubdecke | 30 cm Höhe | Natürlicher Wärmespeicher |
Vergessen Sie nicht:
- Teichnetze gegen Laubeintrag spannen
- Vogelhäuser mit Essigwasser reinigen
- Werkzeuge ölen und trocken lagern
Mit diesen Schritten übersteht Ihr Garten die kalte Jahreszeit unbeschadet. Die Mühe lohnt sich – gesunde Pflanzen starten stärker ins neue Jahr.
November: Abschluss der Gartensaison
Mit kürzeren Tagen und kühleren Temperaturen beginnt die letzte Phase der Gartensaison. Jetzt gilt es, empfindliche Pflanzen zu schützen und den Gartenboden optimal auf den Winter vorzubereiten. Diese Arbeiten entscheiden über die Vitalität im nächsten Frühjahr.
Pflanzen vor Kälte schützen
Empfindliche Stauden und Gehölze brauchen jetzt Schutz. Luftpolsterfolie isoliert Kübelpflanzen effektiv – wickeln Sie sie locker um den Topf. Rosen anhäufeln und mit Tannenreisig abdecken, das schützt vor Frost.
Besonderes Augenmerk auf:
- Immergrüne: Vlieshauben verhindern Verdunstungsschäden
- Teichpflanzen: Schneiden Sie sie handhoch zurück
- Kompost: Eine dicke Schicht wirkt wie eine Decke
„Luftpolsterfolie sollte nie direkt an Blättern anliegen – ein Bambusstab schafft Abstand.“
Bodenpflege für die nächste Saison
Schwere Böden jetzt umgraben, aber nicht zerkleinern. Frost sprengt die Klumpen natürlich – das verbessert die Struktur. Sandiger Gartenboden profitiert von Kompostgaben.
Wichtige Schritte:
| Bodentyp | Bearbeitung | Zusatz |
|---|---|---|
| Lehmboden | Tiefes Umgraben | Sand einarbeiten |
| Sandboden | Kompost auftragen | Nicht umgraben |
Laboranalysen zeigen Nährstoffmängel auf. Eine Kalkung jetzt gleicht den pH-Wert aus – perfekt fürs Frühjahr.
Vergessen Sie nicht:
- Werkzeuge reinigen und ölen
- Schneckeneier unter Steinen entfernen
- Wurzelstöcke ausgraben – jetzt geht’s leichter
Dezember: Winterschutz und Ruhe
Der Dezember verwandelt den Garten in eine stille Winterlandschaft. Jetzt geht es darum, empfindliche Pflanzen zu schützen und die Ruhephase zu nutzen. Mit den richtigen Maßnahmen überstehen Ihre Schätze die Kälte unbeschadet.

Obstbäume vor Frost schützen
Obstbäume brauchen jetzt besondere Pflege. Stammschutz mit Jutegewebe verhindert Frostrisse. Besonders junge Bäume profitieren davon. Eine dicke Mulchschicht hält die Wurzeln warm.
Eisbruchprophylaxe ist wichtig bei Koniferen. Schütteln Sie Schneelast vorsichtig ab. So vermeiden Sie Astbruch. Eine Übersicht hilft:
| Maßnahme | Anwendung | Wirksamkeit |
|---|---|---|
| Juteumwicklung | Stamm bis zu den Ästen | Schützt bis -10°C |
| Mulchdecke | 15 cm rund um den Stamm | Isoliert gegen Bodenfrost |
„Winterliche Temperaturschwankungen stressen Rinden – Jute wirkt wie eine Isolierschicht.“
Ziergarten im Winter
Hartriegel und andere Ziersträucher setzen jetzt Akzente. Ihre roten Äste leuchten im Winterlicht. Schneiden Sie sie nicht zurück – die Struktur gibt dem Garten Form.
Lagerkontrolle bei Knollengewächsen ist wichtig. Überprüfen Sie Dahlien und Gladiolen auf Fäulnis. Trocken und kühl lagern – ideal sind 5°C.
- Vogelfütterung: Sonnenblumenkerne und Haferflocken
- Wassertränken: Täglich Eis brechen
- Planung: Skizzen für die nächste Saison anfertigen
Nutzen Sie die ruhige Zeit. Der Garten bereitet sich auf das neue Jahr vor – mit Ihrer Hilfe gelingt der Start perfekt.
Fazit: Ihr Garten das ganze Jahr über
Mit kluger Planung wird Ihr Garten zu jeder Jahreszeit ein Blickfang. Die gartensaison bietet immer neue Chancen – ob für prächtige Blüten oder saftige Früchte.
Durch zyklische pflege sparen Sie Zeit und Ressourcen. Ein Gartenjournal hilft, Fortschritte festzuhalten. Tauschen Sie sich mit anderen Gärtnern aus – Erfahrung ist wertvoll.
Nutzen Sie Technik wie Bewässerungs-Apps oder Wettertools. So passen Sie sich dem Klimawandel an. Ihr Garten dankt es mit Vitalität und Schönheit.
FAQ
Wann sollte ich mit der Aussaat von Gemüse beginnen?
Ab März können Sie robuste Sorten wie Spinat oder Radieschen aussäen. Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten sollten erst nach den Eisheiligen im Mai ins Freie.
Wie schütze ich meine Pflanzen vor Frost?
Nutzen Sie Vlies, Mulch oder Reisig, um empfindliche Gewächse im Winter abzudecken. Obstbäume profitieren von einem Kalkanstrich am Stamm.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um Hecken zu schneiden?
Juni und September eignen sich ideal für den Heckenschnitt. Vermeiden Sie starke Rückschnitte während der Vogelbrutzeit.
Wie pflege ich meinen Rasen im Sommer?
Mähen Sie regelmäßig, aber nicht zu kurz. Wässern Sie früh morgens und düngen Sie im April sowie September mit Langzeitdünger.
Welche Arbeiten fallen im Herbst im Garten an?
Pflanzen Sie Zwiebelblumen, schützen Sie empfindliche Stauden und rechen Sie Laub vom Rasen. Oktober ist auch ideal, um neue Bäume zu setzen.
Wann sollte ich Obstbäume schneiden?
Der Hauptschnitt erfolgt im Februar bei frostfreiem Wetter. Leichte Korrekturen sind auch im Sommer nach der Ernte möglich.
Wie bereite ich mein Gemüsebeet für den Winter vor?
Lockern Sie den Boden und arbeiten Sie Kompost ein. Schwere Böden können Sie im November umgraben, leichte erst im Frühjahr.

